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Joseph Conrad – Herz der Finsternis / in Auszügen

Der Conrad-Klassiker Herz der Finsternis ist mehr als eine Parabel über die Verwandlung von Zivilisation in Barbarei. Es ist eine düstere Geschichte des Ichs, seiner Grenzüberschreitungen und Selbstauflösung. Conrads Buch ist angelegt als eine lange Reise den Fluss hinauf, immer näher heran an den mysteriösen Agenten Kurtz, der von den Einheimischen als Gott verehrt wird, immer weiter weg von der Zivilisation und hinein in die metaphorische Dunkelheit und Wildnis. Aber nicht nur in die Wildnis Zentralafrikas: Die Botschaft ist, dass diese Wildnis in uns allen lauert, und vor allem tief  im Herzen der Zivilisation selbst. Dazu Zitate aus dem Buch:

„Nein, sie waren nicht unmenschlich. … Sie heulten und hüpften und drehten sich um sich selbst und schnitten fürchterliche Grimassen; doch was einen schaudern ließ, das war gerade der Gedanke an ihre Menschlichkeit – unserer gleich –, der Gedanke an unsere entfernte Verwandtschaft mit diesem wilden und leidenschaftlichen Aufruhr.“
„Des Menschen Geist ist zu allem fähig – weil alles in ihm ist, die ganze Vergangenheit wie auch die ganze Zukunft. Schließlich, was war es denn, was wir da sahen? Freude, Furcht, Leid, Hingabe, Tapferkeit, Wut – wer konnte es sagen? – aber Wahrheit immerhin – Wahrheit, die ihres Zeitmantels entblößt war.“

Ebenso bleibt  eine der Botschaften, dass „Nationalität“ immer Zufall ist und eine sehr schwache Lebensgrundlage. Obwohl vor mehr als hundert Jahren geschrieben, ist es ein Roman unserer Zeit. Daher ist es sicher folgerichtig, dass 82 internationale Literaturkritiker und -wissenschaftler 2015 Herz der Finsternis zu einem der bedeutendsten britischen Romane wählten.

Ich habe nicht das ganze Buch drucken können  –  dafür ist jedem Exemplar meines Buches auch ein Buch mit dem vollständigen Text von Herz der Finsternis beigelegt. Der getragene Ton der Geschichte, das Mysterium zweier zivilisatorischer Auffassungen und Welten, bleibt jedoch auch in der gekürzten Fassung erhalten.

Joseph Conrad
eigentlich Józef Konrad Korzeniowski, war ein polnisch-britischer Schriftsteller.
Beide Eltern starben früh, das Sorgerecht für den damals Elfjährigen erhielt in dem
russisch besetzten Berdytschiw dessen Onkel. Der erlaubte 1874 dem Sechzehnjährigen
nach Marseille zu gehen, um Seemann zu werden.
Joseph Conrad, der Fahnenflüchtling einer russischen Besatzungsmacht, der kleine
Landadelige, der unbedingt aufs große Meer wollte, lernte erst im Alter von 19 Jahren
die englische Sprache und wurde zu einem ihrer größten Stilisten.

Joseph Conrad: Herz der Finsternis / in Auszügen.
Übersetzung aus dem Englischen von Ernst Wolfgang Freissler. Mit neun farbigen Linolschnitten und zehn Klischee-Zeichnungen von mir.
Format 22,5 x 32,5 cm, 52 Seiten. Der Text wurde aus der Akzidenz-Grotesk 10 Punkt als Maschinensatz von Harald Weller/ Berlin gesetzt und wie auch die Originalgrafiken an einer Andruckpresse gedruckt. Alle Grafiken sind nummeriert und von mir mit einem Initial signiert.
Gesamtauflage 40 Exemplare. Buchbindung Atelier Krupka.
72. Buch im Svato Verlag, Hamburg 2017

Ausgabe A – vergriffen

Ausgabe B – 28 Exemplare (arabisch nummeriert von 1 bis 28) sind auf  200 g grauem Arctic Volume-Karton gedruckt. Roter Leinen-Einband, farbig bedruckt mit Prägung.
In einem Pappschuber.

Beiden Ausgaben liegt ein Buch mit der
vollständigen Erzählung Herz der Finsternis bei.
Ausgabe B/ Leinen:  370 €